{"id":1124,"date":"2019-08-13T17:09:18","date_gmt":"2019-08-13T15:09:18","guid":{"rendered":"http:\/\/seilziehclub-gonten.ch\/?p=1124"},"modified":"2019-08-13T17:31:30","modified_gmt":"2019-08-13T15:31:30","slug":"wir-kommen-viel-in-der-welt-herum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/seilziehclub-gonten.ch\/?p=1124","title":{"rendered":"&#8222;Wir kommen viel in der Welt herum&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Gontner Seilzieherinnen freuen sich auf neue Trainingsm\u00f6glichkeiten auf der Sportanalage Schaies<\/b><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/seilziehclub-gonten.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/37310661456_51c0c6b0a3_o.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright  wp-image-1128\" alt=\"37310661456_51c0c6b0a3_o\" src=\"http:\/\/seilziehclub-gonten.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/37310661456_51c0c6b0a3_o-1024x709.jpg\" width=\"717\" height=\"496\" srcset=\"https:\/\/seilziehclub-gonten.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/37310661456_51c0c6b0a3_o-1024x709.jpg 1024w, https:\/\/seilziehclub-gonten.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/37310661456_51c0c6b0a3_o-300x207.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 717px) 100vw, 717px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Voller Einsatz und vor allem ungebrochener Teamgeist f\u00fchren zum Erfolg<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bericht von Rolf Rechsteiner<\/p>\n<p><strong>Anders als das Schwingen ist das Seilziehen keine schweizerische Eigenheit, sondern ein weltumspannender Sport. Niemand weiss das besser als die Frauen des Seilziehclub Gonten. Sie mischen regelm\u00e4ssig mit bei Europa- und sogar Weltmeisterschaften.<\/strong><\/p>\n<p>Ihr Leistungsausweis ist beachtlich. In den letzten vier Jahren waren sie dreimal Schweizer Meisterinnen; 2018 gar ohne Punktverlust. Im Jahr zuvor beendeten sie die Saison als zweite der Schweizer Meisterschaft. Wen wunderts, dass Teile des Teams auch f\u00fcr die Nationalmannschaft aufgeboten sind. Deren Trainer, Franz F\u00e4ssler, coacht auch die Gontnerinnen. Da weiss man, was man hat.<\/p>\n<p><strong>Erfolg reiht sich an Erfolg<\/strong><br \/>\nIm Jahr 2018 brachten die Frauen von der WM in S\u00fcdafrika gleich drei Medaillen zur\u00fcck: Silber in der Kategorie Frauen bis 540 kg, Silber bis 500 kg mit sechs beziehungsweise f\u00fcnf Gontnerinnen. Tanja Knechtle erk\u00e4mpfte zus\u00e4tzlich die Bronze in der Kategorie FrauenU 23 bis 500 kg. 2017 zog Tanja Knechtle in Southport (England) WM-Gold in der Kategorie U 23 an Land. Das Team Frauen bis 560 kg verteidigte den Europameistertitel, die Frauen bis 520 kg erk\u00e4mpften EM-Bronze. 2016 fand die WM in Malm\u00f6 (Schweden) statt. Das Frauenteam bis 500 kg und das Pendant bis 540 kg erreichten je den vierten Platz. 2015 kehrten die Gontnerinnen als Europameister in den Kategorien Frauen 520 kg und 560 kg aus Belfast zur\u00fcck.<br \/>\n\u00abWir sind seit 1999 fast l\u00fcckenlos an internationalen Wettk\u00e4mpfen, sei es EM oder WM, in der Nationalmannschaft vertreten\u00bb, sagt Judith D\u00e4hler, die Kassierin des Seilziehclubs Gonten. W\u00e4re nicht immer wieder Erfolge wie die oben genannten zu feiern gewesen, h\u00e4tten sie l\u00e4ngst die Finger davon gelassen, denn: \u00abWir finanzieren unsere Reisen vorwiegend aus privaten Mitteln\u00bb, sagt Tanja Knechtle. Sie ist am Tau, aber auch als Festwirtin beim Heimturnier (Kassenf\u00fcller) eine wichtige St\u00fctze des Clubs. Die Frauen betrachten die internationalen Wettk\u00e4mpfe als Aktivferien mit erh\u00f6htem Genussfaktor. \u00abWir kommen in der Welt herum\u00bb, sagt Judith D\u00e4hler. Reserven in der Clubkasse, von Clubsponsoren und ein Zustupf des Kantons decken einen Teil der j\u00e4hrlichen Ausgaben ab.<\/p>\n<p><b>WM 2012 in Appenzell<br \/>\n<\/b>Nie so sehr wie im Jahr 2012 habe der Seilziehsport ein herausragendes Fenster zur Welt ge\u00f6ffnet f\u00fcr Appenzell, das die Weltmeisterschaft auf der Sandgrube ausrichtete. Der perfekt organisierte Anlass habe bis heute einen tollen Nachhall in der Szene. F\u00fcr die Gontnerinnen, die mit den eigenen Teams einen kompletten Medaillensatz bei den Frauen, mit der Nationalmannschaft \u00abnur\u00bb den vierten Platz errangen, bliebe ein Wermutstropfen \u2013 w\u00e4re nicht der gewaltige Publikumsaufmarsch \u2013 alle Skeptiker waren am Ende auf dem Platz \u2013 und das Heer von freiwilligen Helferinnen und Helfern gewesen. Man hat die Randsportart zuvor bel\u00e4chelt und am Ende nur noch gestaunt: An einer WM sind bei den Frauenkategorien \u00fcblicherweise zehn bis zw\u00f6lf Nationen vertreten, darunter die USA, S\u00fcdafrika und Chinese Taipeh. Letztere seien auf Spitzenleistung getrimmte Modellathletinnen, die t\u00e4glich f\u00fcnf Stunden und mehr am Seil um im Kraftraum trainieren m\u00fcssen, um \u00fcberhaupt ein Aufgebot zu erhalten. Die Gontnerinnen trainieren zweimal w\u00f6chentlich am Seil, absolvieren daneben individuell noch zus\u00e4tzlich Kraft- und Ausdauertrainings.<\/p>\n<p><b>Das Gewicht als H\u00fcrde<br \/>\n<\/b>Auch \u00fcber Gewichtsklassen l\u00e4sst sich philosophieren. Judith D\u00e4hler relativiert das Problem. Sie h\u00e4tten im 13-k\u00f6pfigen Team untereinander eine stille Absprache. Jede Athletin achte darauf, in etwa ihr Wettkampfgewicht zu halten. Am Turniertag muss jede einzeln auf die Waage des Turnierveranstalters. Ist das totale Mannschaftsgewicht zu hoch, muss die Mannschaft Gewicht verlieren, in erster Linie durch Fl\u00fcssigkeit, also im Dauerlauf schwitzen. Wahlweise kann jemand ausgewechselt werden. Nach dem Wiegen bleiben dem Team zwischen anderthalb und zwei Stunden, um sich aufzubauen. Gezieltes Essen, vor allem in Form von Kohlehydraten und Getr\u00e4nken werden zugef\u00fchrt. \u201eJede Athletin hat ihre Vorlieben und bringt selber mit, was ihr erfahrungsgem\u00e4ss gut bekommt und das n\u00f6tige Stehverm\u00f6gen f\u00fcr den Wettkampf garantiert\u201c, sagt Tanja Knechtle.<br \/>\nNachteilig ist es selbstredend, wenn eine Mannschaft mit Untergewicht in den Wettkampf steigen muss. Da fehlen die Reserven, die gegen starke Gegnerinnen mobilisiert werden m\u00fcssen. Passiert sei das auch schon, weil das Feld der Aktiven doch sehr begrenzt ist. Falls erfahrene Seilzieherinnen wegen Terminproblemen, Krankheit oder einer Babypause ausfallen, ist es wichtig \u00a0Nachwuchs zu haben und diesen um diesen einsetzten zu k\u00f6nnen. So wurde etwa Anja Sutter, eine der aktuellen Nachwuchsseilzieherinnen, am letzten Frauenturnier der laufenden Saison nach vier Wochen Training in die Mannschaft eingewechselt.<\/p>\n<p><b>Die Chancen nutzen<\/b><br \/>\nMit Blick auf die neue Trainingsanlage wollen die Seilzieherinnen weiter ihren Nachwuchs f\u00f6rdern. Seit drei Jahren trainieren sie eine Sch\u00fclermannschaft, die an mehreren Sch\u00fclerturnieren teilnimmt. Der Zugang ist schon ab der 1. Klasse m\u00f6glich, und wer \u201eam Seil\u201c bleibt, kann schon ab dem 13. Altersjahr bei den Aktiven aushelfen, um m\u00f6glichst bald fix ins Team aufgenommen zu werden. Vor den Sch\u00fclerturnieren werden jeweils zwei Sondertrainings durchgef\u00fchrt. Im laufenden Jahr steht f\u00fcr Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen nur noch die Schweizer Meisterschaft in Sevelen am Sonntag, 1. September 2019, auf dem Programm. Der Absicht entnimmt man eine Einladung: \u201eWir m\u00f6chten unsere Freude am Seilziehen an die Jugend weitergeben und hoffen erneut eine lustige Truppe zu finden, die sich mit uns ins Abenteuer st\u00fcrzt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gontner Seilzieherinnen freuen sich auf neue Trainingsm\u00f6glichkeiten auf der Sportanalage Schaies Voller Einsatz und vor allem ungebrochener Teamgeist f\u00fchren zum Erfolg &nbsp; Bericht von Rolf Rechsteiner Anders als das Schwingen ist das Seilziehen keine schweizerische Eigenheit, sondern ein weltumspannender Sport. Niemand weiss das besser als die Frauen des Seilziehclub Gonten. 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